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Reisebericht Bulgarien von Irene Hergl

Jul 09 2016

16. - 29. Mai

 

 

1. Tag
Am Pfingstmontag war's wieder soweit:
es begann die Zweck'sche Reisezeit.
Bulgarien wollten wir erkunden,
ein Bus voller Teilnehmer hat sich gefunden.
Garham war die erste Station -
hier wartet' die Fürstensteiner Fraktion.
Auch Dr. Renner war mit von der Partie,
stellt' seinen Koffer zum Verladen hi'.
Dieser wollt' aber gar nicht warten,
sondern allein in den Urlaub starten.
Prompt machte er sich auf den Weg -
einfangen musst' ihn der Hans Zweck.
Bevor den Gottesdienst wir besuchen,
gab's noch Kaffee und auch Kuchen.
Als der Reisesegen war erteilt,
sind wir nach Südosten enteilt.
Zagreb war das Tagesziel -
das waren Kilometer viel.
Kaffeepause, Mittagessen,
wurden dabei nicht vergessen.
Natürlich wollten wir auch was seh'n -
blieben vor der Kathedrale steh'n.
Der helle Bau im Sonnenschein
lud uns zum Betreten ein.
Wir verweilten kurze Zeit,
war'n dann zur Weiterfahrt bereit.
Bayram brachte uns ganz schnell
zu unserm heutigen Hotel.
Dort beschlossen wir den Tag

in Erwartung, was noch kommen mag.

 

2. Tag
Am Dienstag, als wir aufgewacht,
die Sonne schon vom Himmel lacht.
Pünktlich wir im Bus dann hocken,
machten schnell uns auf die Socken:
Nach Sofia war es ja noch weit,
10 Stunden etwa Reisezeit.
Unser Hans, der schlaue Bube,
macht' aus dem Bus 'ne Wechselstube.
Schneller als er sich gedacht,
wurd' sie wieder zu gemacht:
Die Geldreserven war'n schon leer,
's musst' erst wieder Nachschub her.
Pausen mussten wir stets nützen,
um zur Toilette hin zu flitzen.
Moni wollte schneller sein,
ging einfach zu den Herren rein.
Kam auch wieder dort heraus -
doch warum sah so rot sie aus???
An der Grenz' war erst mal Schluss,
weil man den Pass hier zeigen muss.
Ach du Schreck! Welch ein Malheur!
Wolfgang's Pass der galt nicht mehr.
Das war erst mal nicht zum Lachen:
denn – was sollten wir nun machen?
Schließlich kam man zu dem Schluss,
dass Wolfgang uns verlassen muss.
Er musst' nach Hause fahren – leider!
Für uns ging dann die Reise weiter.
Als diese Sache war geklärt,
Serbien wurde rasch durchquert.
Nächste Grenze – nächster Stopp:
Aus dem Bus raus, hopp, hopp, hopp!
Auf geht’s zu Gesichtskontrollen -
was die wohl alle von uns wollen?
Der Wurm war drin – und nicht zu knapp:
macht unser Bus doch auch noch schlapp!
Mit Verspätung kamen dann
in Sofia im Hotel wir an.
Dort erwartete uns schon
unser Pfarrer Vogelpohl.
Auch Apollon stand bereit,
um zu helfen jederzeit.
Was wir hätten nicht gedacht:
Essen gab's um Mitternacht.
Bald suchten wir die Betten auf:

's war ein langer Tageslauf.

 

3. Tag (Mittwoch)
Ein neuer Tag war angebrochen,
als wir aus den Federn krochen.
Wir durften etwas länger schlafen,
bevor zum Stadtgang wir uns trafen.
Wir steuerten das Zentrum an,
wo man vieles anschau'n kann.
Da gab's Kirchen – wunderschön -
und Ruinen anzuseh'n;
und natürlich interessant.
Staatsgebäude streng bewacht,
haben Eindruck auch gemacht.
Julia hat uns informiert,
was hier so alles ist passiert.
2 Stunden gingen schnell vorüber,
dann trafen wir am Bus uns wieder.
Dort gab es unser Mittagessen,
sind auf heil'gen Stufen gesessen.
Apollon tat uns einen großen Gefallen:
Sorgte für Wechselgeld von uns allen.
Zur Flaniermeile bracht' er uns dann,
denn ein freier Nachmittag stand an
zum Bummeln, Shoppen, im Cafe sitzen,
oder auch in der Sonne schwitzen.
Auf dem Weg zurück zum Bus
man einen Ikonen-Markt besuchen muss.
Nun waren wir müde und fuhren schnell
wieder zurück in unser Hotel.
Für Hildegard war es die erste Reise,
sie kannte nur wenig aus unserem Kreise -
hat Helmut und Moni zum Paar gemacht
und uns damit zum Lachen gebracht.
Manch einer nun ein Bedürfnis verspürte,
weshalb der Weg zur Toilette führte.
Der Deckel wurde hochgeklappt,
ist gleich aber wieder zugeschnappt.
Nach mehreren Versuchen dann
man endlich Sitzung halten kann.
Beim Abendessen kamen dann
zwei Besucher bei uns an.
Hans hatte die beiden kontaktiert,
dass ja auf der Reise nichts passiert.
Nach fröhlichem Beisammensein

fielen wir in die Betten rein.

 

4. Tag
Am Donnerstag bin ich dann erschrocken,
als ich mach meine Füße trocken.
Da war ein Zeh, schön dick und blau -
wie kam's denn dazu, liebe Frau?
Da fiel mir ein, der war im Weg,
als ich Elfriedes Koffer heb'.
Die Schmerzen ließen mich in Ruh,
drum wird versteckt er schnell im Schuh.
Der Weg uns führte heute weiter,
das Wetter war nicht ganz so heiter.
Wir fuhren zum Rila-Kloster hin,
das liegt mitten in den Bergen drin.
Im Umgang der Kirche bestaunten wir
die Malereien, die wir fanden hier.
Noch größer wurden die Augen dann,
als wir drinnen die Ikonen sah'n.
Wir kamen aus dem Staunen nicht heraus,
so schön war dieses Gotteshaus.
Nachdem wir dieses Highlight gesehn,
konnte es wieder weiter geh'n.
Nach Südosten wollten wir fahr'n,
es gab aber keine Autobahn.
So übte Bayram Schlagloch-Umfahren,
vielleicht auch ein bisschen Ruhe bewahren.
Er ging mit uns auf Serpentinen-Parcours -
wir erfreuten uns derweil an der Natur.
Zuweilen mussten wir langsamer fahren,
weil vor uns war ein Pferdekarren.
Während deren PS nur Wasser tranken,
musste unser Bus noch zum Diesel tanken.
Als der Tank voll und die Blasen erleichtert war'n,
wollten wir wieder weiterfahr'n.
Der Fritz bekam 'nen großen Schreck:
„Oh, Gott, mein Handy, das ist weg!“
Im ganzen Bus er rebellierte,
bis er mit meinem Handy telefonierte.
Als unterm Rucksack ein Klingeln ertönt,
war er wieder mit der Welt versöhnt.
Nun rollten wir nach „Leipzig“ schnell -
nicht Deutschland – nein! Das Plovtiver Hotel!
Wir trafen uns zum Abendessen,
ein paar sind schon bei Tisch gesessen.
Bernhard kam in den Speisesaal,
sah leere Plätze überall,
peilt' zielsicher einen davon an,
aber den Zugang er nicht finden kann.
Verflixt, was war denn hier nur los?
Er hat überseh'n die Spiegelwand bloß!
Nachdem wir satt und müde war'n,
steuerten wir die Zimmer an.
Doris wollt' machen den Koffer auf,
da war aber ein Schloss mit Zahlen drauf.
Sie drehte hin und drehte her,
weiter passierte gar nichts mehr.
So musste helfen der Hans Zweck –
der hat auch gleich den Grund entdeckt:
man muss sich merken nicht nur Zahlen,
sondern die Reihenfolg' auch bewahren.
Doris war sehr froh, na klar! ,

Als der Koffer geöffnet war.

 

5. Tag (Freitag)
Heute stand Plovdiv auf unserem Plan:
Wir wollten uns sehen die Altstadt an.
Weil unser Bus zum Doktor muss,
gingen wir dahin halt zu Fuß.
Wir war'n überrascht von der Schönheit der Stadt,
die viele Häuser renoviert schon hat.
Im ältesten Teil konnten wir erfahren,
dass die Römer schon hier gewesen waren.
Manches haben sie hinterlassen -
vielleicht auch den Belag der engen Gassen?
Auf jeden Fall konnten das Theater wir seh'n,
Das meiste davon blieb bis heute steh'n.
Wir sahen ein altes Kaufmannshaus,
Kirch' und Kathedrale ließen wir nicht aus.
Unser Bus war inzwischen wieder genesen.
So fuhren wir damit zum Mittagessen.
Dies sollte beim Kloster Batschkovo sein,
auf der Fahrt dorthin setzte Regen ein.
Der hat die Suppe ganz schön verwässert,
ein paar Knödel haben sie aufgebessert.
Was wir dann im Kloster geseh'n,
fanden wir wieder richtig schön:
Im Museum standen bereit
Exponate aus früherer Zeit.
Als der Regen aufgehört,
hat man draußen die Malereien erklärt.
Diese sahen wir uns dann
auch in der Klosterkirche an.
Sie wurden gerade restauriert,
drum haben die Farben so brilliert.
Maria war so begeistert wie nie
und fiel davor gleich auf die Knie.
Sie musste ihren Schrecken kurieren -
wir durften Klosterschnaps probieren.
Weil nichts mehr kam vom Himmel runter,
wir gingen die Anhöh' zu Fuß hinunter.
Es ging an vielen Ständen vorbei,
die verkauften so allerlei.
Bayram servierte noch Kaffee und Kuchen,
bevor den Weg zum Hotel wir suchen.
Das Abendessen hätte uns besser geschmeckt,
wenn man es wärmer serviert uns hätt'.
Erlebnisreich war der Tag allemal,

Trotz kleiner Widrigkeiten hier und da.

 

6. Tag
Am Samstag haben wir Plovdiv verlassen,
weiter ging’s auf nord-östlichen Straßen.
Leider gab's keinen Sonnenschein -
bald schon setzte der Regen ein.
In einer Stadt namens Kasanlak
gab es zu sehen ein Thrakergrab.
Einmalig in der ganzen Welt,
wurde es unter den Schutz der UNESCO gestellt.
Das Original konnte man nicht seh'n,
wir mussten zu der Replik hingeh'n.
Die war genauso interessant,
wenn auch nicht mehr als 2000 Jahre alt.
Kasanlak ist nicht nur dafür bekannt -
wird auch die „Hauptstadt der Rosen“ genannt.
Warum das so ist, haben wir erfahren,
als beim Rosenmuseum wir waren.
Unglaublich! Um Öl nur einen Liter zu kriegen,
muss mehr als 3 Tonnen Rosen man pflücken.
Der Shipkapass war die nächste Station -
auf den Ausblick dort wir freuten uns schon.
Doch neblig war's und nichts zu sehen -
drum gab es 'nen Likör von Schlehen.
Bayram brachte uns dann munter
wieder von dem Berg hinunter.
Im Dorfe ETAR blieben wir steh'n -
Ein Freilichtmuseum gab's dort zu seh'n.
Man sah dort nicht nur alte Sachen,
sondern wie Handwerker Dinge machen:
Drechsler, Holzschnitzer und auch Kürschner,
Ikonenmaler, Silberschmied und noch mehr.
Weil das alles gut wir fanden,
haben wir Vieles auch erstanden.
Mancher Euro blieb hier liegen,
bevor den Bus wir wieder bestiegen.
In Veliko Tarnovo im Hotel
wollten wir auf die Zimmer schnell.
Ich bekam gleich einen Schock:
Kein Aufzug fuhr zum 2. Stock.
Doch Apollon wusste Rat:
Ein Helfer die Koffer getragen hat.
Beim Duschen haben zu guter Letzt
die meisten das Bad unter Wasser gesetzt.
Im Hotel aus sozialistischen Tagen
lag noch Manches ganz im Argen.
Bevor man müde ins Bett konnte sinken,

mussten wir uns die Zimmer schön trinken.

 

7. Tag
Am Sonntagfrüh machten wir uns bereit
zum Fußweg zur Festung, das war nicht sehr weit.
Die meisten haben den Berg erklommen
und oben eine herrliche Aussicht bekommen.
Dort wir auch eine Kirche fanden,
die war im Sozialismus entstanden.
Der Burgberg war steil und wir kamen ins Schwitzen,
konnten ein wenig in der Sonne sitzen,
ein Eis oder 'nen Cappuccino kaufen,
bevor wir wieder zurück mussten laufen.
In der Fußgängerzone suchten wir dann,
ein Lokal, wo man einheimisch essen kann.
Irmi hatte inzwischen Pech:
auf einmal war die Schuhsohle weg.
Ein Glück, dass der Schuhladen offen war,
so konnt' sie erstehen ein neues Paar.
Am Hotel fanden wir wieder z'amm
für unser Nachmittagsprogramm.
Wir sind nach Abanassi gefahren,
und dies sogar auf verbotenen Straßen.
Die älteste Kirche sollte dort steh'n,
doch Apollon hat sie nicht geseh'n:
vergeblich nach Turm oder Kreuz er schaut -
man hatte sie damals ohne gebaut.
Schließlich wir fanden das Gotteshaus
und kamen nicht aus dem Staunen 'raus:
Da gab es Bilder voll Aussagekraft
und Malerei - welch Farbenpracht!
Anschließend konnte uns im Garten
Pfarrer Steinacker zum Gottesdienst erwarten.
Nun waren wir zur Rückfahrt bereit,
nach Veliko Tarnovo war es nicht weit.
Hildegard wollte ein Buch noch kaufen,
doch plötzlich vergaß sie fast das Schnaufen:
Ihre Geldbörse sie vermisste.
Wo war die geblieben? - Wenn sie das nur wüsste!
Sie erzählte uns später beim Abendessen:
„Ich hab' sie auf dem Nachttisch vergessen!“
Auch Doris meldete einen Verlust:
Sie ihren Foto vergeblich sucht.
„Der liegt bestimmt noch im Lokal!“
D'rauf hielt Apollon ein Taxi an -
zurück nach Abanassi sie eilten,
derweil wir das Hotel anpeilten.
Bald waren die beiden wieder zurück:
Der Foto fand sich! Welch ein Glück!
Das Abendessen war wieder kalt -

so ist das in Bulgarien halt.

 

8. Tag
Am Montag wir verließen schnell
dieses “gastliche“ Hotel.
Nach Varna sollte nun es gehen,
um das Schwarze Meer zu sehen.
Doch wurd' ein Teil vermisst erneut -
Pechvogel war Hans Gruber heut'.
Seine Jacke hing im Zimmer -
„Die kriege ich doch nie und nimmer!“
Ein Glück, dass wir Apollon haben,
er konnt' auch heilen diesen Schaden.
Die Post bringt ihm das gute Stück,
wenn von der Reise er zurück.
Auf halber Strecke hielten dann
zur Besichtigung wir an.
Den „Reiter von Madara“ wir beehren,
ließen uns gern über ihn belehren.
Über viele Stufen wir aufwärts stiegen,
um einen Eindruck davon zu kriegen,
was die Menschen vor so vielen Jahren
hier im Felsen geschaffen haben.
Die Höhlen dort wurden in thrakischer Zeit
genutzt als Tempel für deren Gottheit.
Schon früh am Nachmittag kamen wir dann
in unserem Zielort Varna an.
Das Hotel in der Fußgängerzone stand,
weshalb Bayram keinen Parkplatz fand.
So zogen wir alle mitsamt dem Gepäck
über die Straße und ums Eck.
Die Zimmer war'n noch nicht alle geputzt,
drum hat Apollon die Zeit genutzt,
um uns zu führen durch die Stadt,
zeigte uns, was sie zu bieten hat
.
Als wir bezogen die Zimmer dann,
fingen wir zu lachen an:
eines war sofort uns klar:
dass dies Hotel viel besser war.
Und dann erst das köstliche Abendessen,
ließ schlechte Hotels uns schnell vergessen.
Das Ambiente war einfach grandios,
der Sonnenuntergang famos.
Ein Schlummertrunk musste es dann noch sein,

Die Strandbars luden dazu ein.

 

9. Tag (Dienstag)
Ein köstlich Frühstück stand bereit,
bevor für'n Abschied kam die Zeit.
Den Koffer wir über die Straße karrten,
an der Haltestelle hieß es wieder mal:„Warten!“
Gesperrt war die Straße für den Verkehr,
da musste der IPA-Ausweis her.
So konnte Bayram weiter fahr'n,
für die nächste Etappe bereit wir war'n.
Balchik war die erste Station,
auf das Schlösschen wir freuten uns schon.
Marija die rumänische Königin
hat im Sommer gewohnt darin.
Ihr Park ist jetzt ein botanischer Garten -
Kakteen gab's dort in vielerlei Arten.
Natürlich blühten hier auch Rosen -
wir die Anlage sehr genossen.
Zur Weinprobe wurden wir eingeladen,
ein paar Sorten wir verkostet haben.
Er war mit Zusätzen verseh'n,
dann konnten beschwingt wir weiter geh'n.
Über viele Stufen ging es zum Meer,
abwärts fiel das gar nicht so schwer.
Zum Bus mussten zurück wir laufen,
da kam mancher doch ins Schnaufen.
Am Kap Kariakra hielten wir an,
sahen Festung und Steilküste dann.
Was Seltsames haben wir auch gesichtet:
Hier wurden nämlich Schnecken gezüchtet.
Bald war Rumäniens Grenze erreicht,
der Übergang dort war relativ leicht.
Nach Mamaia war es gar nicht mehr weit,
Im Parc-Hotel standen Betten bereit.
Auf dem Dach gab es ein Lokal,
der Rundblick dort war phänomenal;
Diesen Ausblick wir genossen,

haben so den Tag beschlossen.

 

10. Tag (Mittwoch)
Am Mittwoch war dann Ruhetag -
jeder konnte machen, was er mag.
Kühl war's und Regen angesagt,
drum war Baden nicht gefragt.
Ein paar wollten zur Promenade gehen,
um sich ein wenig dort umzusehen.
Doch es war absolut nichts los -
überall nur „tote Hos'“!
„Ich zeig euch Constantia“, Apollon schlug vor,
„Da gehen wir mit Dir!“ erscholl es im Chor.
Der Linienbus brachte sie ans Ziel,
wo sie haben gesehen viel
von dieser wichtigen Hafenstadt -
bis ein Gewitter gebremst sie hat.
Im Regen hat Bayram die Scheiben geputzt,
da haben die Arbeiter rundum gestutzt.
Traudi lud zum Schafkopfen ein,
Hans, Helmut und Hildegard waren dabei;
Das hätt' sich der Hans aber nicht gedacht,
dass die Traudi mit ihm ihren Reibach macht!
Franz gelüstet nach Kaffee und Kuchen -
der Kaffee kam pronto – den Kuchen sie suchen.
Schließlich wollte er warten nimmer,
erhob sich und ging auf sein Zimmer.
Es klopfte – er hat aufgemacht -
man hat nun endlich das Teilchen gebracht.
Sigi wollt' ein bisschen ruh'n,
legt' sich hin – macht' Augen zu.
Da kam seine Irmi – er hat sie geseh'n!
Doch ganz leis' wendet sie sich zum Geh'n.
Später als er aufgewacht,
hat er seine Gattin g'fragt:
„Kamst du in das Zimmer rein?“
Erstaunt sagt' seine Holde: „Nein!“
Seitdem fragt sich Sigi immer:
„Wer war das wohl in meinem Zimmer?“
Den Wein zum Essen Apollon spendierte,
uns so was bisher noch nie passierte.
Das Scherzen und Lachen noch lange erklang -

es zeigte, der Tag hat uns gut getan.

 

11. Tag (Donnerstag)
Beim Frühstück brach das Chaos aus,
3 Gruppen wollten verlassen das Haus.
Trotzdem konnten wir pünktlich fahr'n -
und der Hans hat 'ne neue Jacke an.
Weil wir ja schon auf dem Rückweg waren,
sind wir Richtung Westen gefahren.
Die Räder rollten über die Autobahn,
steuern die Hauptstadt Bukarest an.
Apollon beantwortet' viele Fragen,
die er gesammelt in den letzten Tagen.
Dann konnten wir die Hauptstadt seh'n
und Apollon erzählte, was hier gescheh'n.
Ceaucescu hier sein Unwesen trieb,
Sein „Haus des Volkes“ aber blieb
Dies und auch des Königs Palast
haben wir näher ins Auge gefasst.
Wir konnten erahnen Alt-Bukarests Pracht,
als wir die Runde durch die Stadt gemacht.
Einen Parkplatz zum Mittagessen wir fanden,
und weil gerade abseits wir standen,
feierten wir auch den Gottesdienst,
da heute ja der Fronleichnamstag ist.
Weil wir nach Siebenbürgen kommen,
hat Apollon dies zum Thema genommen,
die Geschichte der Deutschen zu erzählen,
und deren Entwicklung zu erklären.
Wir fanden beim Kloster Cozia uns ein,
zu bestaunen die schönen Malerei'n.
Dies für uns ein Beispiel sei
für die alten Klöster der Walachei.
Entlang des Flusses Olt ging's weiter,
Die herrliche Landschaft stimmte uns heiter.
Leider uns das Glück verließ:
's gab 'nen Erdrutsch, wie es hieß.
Der hat auch uns're Straß' getroffen,
die war nur noch teilweis' offen.
Wir reihten in den Stau uns ein
und mussten sehr geduldig sein.
Apollon verkürzte uns die Zeit,
erzählt' von der Vergangenheit,
was seine Familie hat erlebt,
das hat uns alle sehr bewegt.
Bayram leistete Schwerstarbeit,
konnt' fahren nur wenige Meter weit.
Das hat dem Bus nicht gut getan -
Gleich fing er wieder zu mucken an.
Endlich war es dann geschafft -
Wir erreichten Hermannstadt.
Eine halbe Stunde vor Mitternacht
hat man uns das Essen gebracht.
Zwei Paare standen auch bereit,
zu zeigen uns Folklore heut'.
Dann wollten wir aber in unser Hotel,

um zu fallen in die Betten schnell.

 

12. Tag (Freitag)
Am Morgen schien uns wieder die Sonne -
Der Stadtspaziergang – welche Wonne.
Wir hatten nur sehr wenig Zeit,
Apollon uns das Wichtigste zeigt'.
Rathaus, Kirche, Bürgerhaus,
alles sah sehr sauber aus.
'ne deutsche Schule gab es hier -
die wollten auch besuchen wir.
Geschenke hatten wir mitgebracht,
das hat den Kindern Freude gemacht.
Bevor wir wieder weiter gingen,
fingen sie an, für uns zu singen
Spazierend über die Lügenbrück'
ging's zu unser'm Bus zurück.
Dieser zeigte sich ganz brav -
vielleicht hat ihm gefehlt der Schlaf.
Nach Westen ging's, das wusst' ein jeder,
viele, viele Kilometer.
Kaffee- und auch Mittagspaus'
ließen trotzdem wir nicht aus.
Apollon griff zum Mikrofon,
gab uns so manche Information.
Das Gesundheitswesen sprach er an
und was der Kommunismus hat getan.
Dann kamen wir zur Grenzstation,
da warteten 4 Busse schon.
„Au weh! Das wird wieder lang!“
IPA half uns – Gott sei Dank!
„Vorrecht hat die Polizei!“ -
und so fuhr'n wir schnell vorbei.
Drehten uns're Uhr zurück;
nach Budapest war's noch ein Stück.
Weil wir nun in Ungarn waren,
besprach Apollon die Magyaren,
die in Rumänien lange Zeit
bildeten eine Minderheit.
Unser Bus kam pünktlich dann
beim Hotel Flamenco an.
Hier wollten wir 2 Nächte schlafen,
merkten gleich, wie gut wir's trafen.
So ließen wir dann guter Dinge

den vorletzten Tag verklingen.

 

13. Tag (Samstag)
Das Frühstück heut' war eine Wucht,
jeder fand, was er gesucht.
Um 9 Uhr Ildico uns erwartet',
wir sind zur Stadtrundfahrt gestartet.
Am Gellertberg hielten wir kurz an,
schöne Fotos man hier machen kann.
Nach diesem wunderbaren Blick
ging es in die Stadt zurück
zu dem bekannten Monument,
das man Fischerbastei nennt.
König Stephan als Reitersmann
trafen wir dort oben an,
vor der Matthiaskirch' wir standen
und alles ganz phantastisch fanden.
Über die Kettenbrücke fuhren wir dann,
kamen im Stadtteil Pest wieder an.
Ildico nannte uns viele Gebäude,
die recht gut restauriert sind heute.
Ministerien, Mietspaläste,
Stephansdom, Oper und viele Plätze,
nicht zu vergessen die Bäder zum Kuren
und die Stellen, wo die ersten U-Bahnen fuhren.
Zum Schluss sahen wir uns die Markthalle an,
wo man gut essen und einkaufen kann.
Am Nachmittag wir hatten die freie Wahl,
was wir wollten uns schauen an.
Mit Apollon zur Stephans-Basilika gehen,
oder die Felsenkirche sehen,
in der Fußgängerzone flanieren,
oder im Cafe dinieren.
Manche fuhren mit dem Bus zurück,
um zu ruhen noch ein Stück.
Doch wo ist der Fritz geblieben?
Der hat sich die Zeit vertrieben
mit Bekannten in der Stadt,
weil er hier auch Freunde hat.
Am Abend fanden sich dann alle
wieder in der Eingangshalle.
Zum Ende dieser schönen Reise
wollten wir den Herrgott preisen
und ihm nochmal Danke sagen,
für die letzten 14 Tage.
Dann saßen wir in froher Runde
dort beisamm' noch manche Stunde,
konnten miteinander lachen

und später uns ins Bett aufmachen.

 

14. Tag
Sonntag war der letzte Reisetag,
Zeit, dass ich jetzt „Danke“ sag'.
Den erste Dank dem Ehepaar Zweck,
die diese Reise ausgeheckt.
Dank an Bayram über alle Maßen,
seines Zeichens „Meister der Straßen“.
Danken will ich Apollon heute,
der so vorzüglich uns betreute.
Mein Dank auch Pfarrer Steinacker gilt,
der Morgengebet und Gottesdienst hielt.
Dank auch an Pfarrer Vogelpohl,
seine täglichen Grüße taten uns wohl.
Danken will ich nun Sigi Schmitt,
der war ja auch als Fahrer mit.
Danke für die vielen Kuchen,
die in 2 Wochen wir konnten versuchen.
Danke dass immer sich jemand fand
um zu reichen seine helfende Hand.
Danke, dass alle die mitgefahren,
2 Wochen eine gute Gemeinschaft waren.
Ich sage nun „Auf Wiederseh'n!“
die Reise war wie immer schön.

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