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Abschlussbericht Rumänienreise 2011

Oct 25 2011

Rumänien 2011 vom 13.06.-25.06.2011

verfasst von Irene Hergl

„Wer recht mit Freuden reisen will, der zieh der Sonn’ entgegen.“

Drum fuhren wir nach Osten hin, für uns auf neuen Wegen.

Rumänien hieß das Reiseziel, das wollten wir erkunden.

Der Weg dorthin war ziemlich weit – wir fuhren viele Stunden.

Doch zwischendurch ward Halt gemacht bei Kaffee und bei Kuchen.

Im schönen Stift St. Florian, die Messe wir besuchten.

Gestärkt im Geist und auch im Magen gings weiter nun ins Ungarnland.

Am späten Nachmittag sodann in Budapest wir langten an.

Die Lichterfahrt zu später Stunde war unser Highlight Nr. 2 –

Die Gute „Agi“ lehrte uns manch wicht’ge Punkte nebenbei.

Gut ausgeruht und guten Muts ging’s früh am Morgen weiter,

mittags kurz in Debrecen – Fritsch Hans war unser Leiter.

Endlich war es dann soweit: Rumäniens Grenze war erreicht.

Es fehlte noch die Reiseführung, die nicht von unsrer Seite weicht.

In Satu Mare am Straßenrand, unsere Zsuzsanna stand.

Jung, hübsch und äußerst sprachgewandt

machte sie uns gleich mit ihrer Hauptregel bekannt:

Kommt Ihr 5 Minuten zu spät,

es nicht ohne Liedchen geht.

Seid Ihr gar 10 Minuten später dran,

hängt Ihr noch ein Tänzchen dran.

Doch solltet Ihr 15 Minuten hinter der Zeit herhinken,

könnt Ihr singen, tanzen und dem Bus nachwinken.

Nachdem dieses war geklärt,

sie uns zum „Fröhlichen Friedhof“ führt.

Bunt bemalte Kreuze – ein Unikat,

die Texte sie uns übersetzt auch hat.

Mit Verspätung kamen am Hotel wir an,

weil auf diesen Straßen man nicht schnell fahren kann.

Sighetu Marmatiei hieß das Etappenziel,

gesehen haben wir davon nicht viel.

Tag Nr. 3 begann mit einer Kaffee-Warte-Schlange,

da war uns wohl schon ein wenig bange.

Die Verspätung war aber nicht unsere Schuld

Und so übte sich Zsuzsanna in Geduld.

Auf der Fahrt durch die Maramuresch gab’s viel zu schauen:

die Handarbeiten im Bauernhaus, mehr für die Frauen,

den Slibowitz nicht nur für Herren,

Kloster und Kirchen in allen Ehren.

Armut und Reichtum dicht nebeneinander –

Altes und Neues immer beinander.

Über Sitten und Bräuche Zsuzsanna erzählte,

derweil sich Alois durch die Schlaglöcher quälte.

Wir erreichten die Karpaten dann

und steuerten die Passhöhe an.

Zsuzsanna hat uns Toiletten versprochen,

doch der Wirt hat einfach ihr Wort gebrochen.

Er wollte verdienen keinen Lei

und schickte uns in die Wüstenei.

Doch auch das haben wir weggesteckt –

die Gulaschsuppe hat trotzdem geschmeckt.

Die Räder rumpelten weiter zur Moldau hinein,

die dortigen Klöster luden zum Besuchen ein.

Wir steuerten das Kloster Moldovita an –

Schwester Tatjana übernahm die Führung dann.

Hans-Jürgen sie als zu streng empfand,

drum hat er sie „Schwester Rabiata“ genannt.

Sie zeigte sich als sehr belesen –

Weniger wäre mehr gewesen!

Die Außenfresken waren wunderschön,

So etwas hatten wir noch nie geseh’n!

Im Hotel wurden wir mit einem Büffet verwöhnt,

die Begleitmusik aber für manche zu laut ertönt.

Bevor wir weiter Richtung Osten fahr’n,

Schaun wir noch die Klosterkirche Voronet an.

Als „sixtinische Kapelle des Ostens“ ist sie bekannt,

Zsuzsanna hat sich kurzerhand zur „Schwester“ ernannt.

Ihre Ausführung erschlug uns nicht,

als sie erklärte das „Jüngste Gericht“.

Sie führte uns mit frischem Schwung –

ihr Motto: „Ihr seid nicht auf der Beerdigung!“

In den nächsten Stunden gab’s nur wenig zu tun:

schauen – hören – lesen – oder ruh’n.

Zsuzsanna erklärte die Sozialstrukturen,

derweil wir hin zum Delta fuhren.

In Galati querten wir die Donau dann

und kamen in der Dobruca an.

Sie ist Rumäniens ärmstes Gebiet,

wie man an den Häusern sieht.

In Tulcea bezogen wir Zimmer erneut,

über die 4 Sterne haben wir uns sehr gefreut.

Am nächsten Morgen war „Ausschlafen“ angesagt,

denn es begann erst später die Tagesfahrt.

Wir tauschten gegen ein Schiff unsern Bus,

denn das Donau-Delta war ein „Muss“.

Die Koffer wurden im Bus deponiert,

der Käpt’n uns auf den Fluss entführt.

Wir genossen die Fahrt über Seitenarme,

sahen im Flug den Pelikan oder Kormorane.

Einzelne Reiher am Ufer standen

und auch anderes Getier wir fanden.

In aller Beschaulichkeit sind wir dagesessen,

während man unter Deck richtete das Mittagessen.

Dieses ließen wir uns munden,

denn die Fahrt dauerte 7 Stunden.

Endlich waren wir wieder an Land –

der Alois Richtung Bus entschwand.

Schnell schaltete er die Kühlung ein,

denn bei 50 Grad konnte niemand rein.

Bei zunächst erträglichen Temperaturen

wir schließlich Richtung Mamaia fuhren.

Doch kurz nach dem Start ertönte ein Schrei:

„Hat jemand von euch einen Strohhalm dabei?“

Die Ida hatte Schokolade in den Bus gebracht –

und die Hitze hatte daraus Soße gemacht.

Derweil fand auf der Rückbank eine Taufe statt:

der Günther sich mit Bier begossen hat.

„Meine Hose, die wäscht aber du!“

rief er dem Zimmerkollegen zu.

Als das Gelächter war verstummt,

bemerkten wir, dass die Klimaanlage nicht mehr summt.

So hatten wir nach all der Fauna

noch eine kostenlose Sauna.

Das Hotel von Hagi, dem rumänischen Fußballstar

für die nächsten 2 Nächte unsere Bleibe war.

Der Fritsch Hans hat gleich die Betten probiert,

und die waren davon so schockiert,

dass sie ihren Geist aufgaben

und unter ihm zusammenbrachen.

Nach all dem Stress dieser letzten Stunden

hat unser Zweck Hans es ratsam gefunden,

dass einen Tag Erholung es geben müsste.

Und so genossen wir die Schwarzmeerküste:

baden – sonnen – Muscheln sammeln –

Eis essen – shoppen – einfach gammeln.

Jeder hat seine Beschäftigung gefunden

und so verbrachten wir schöne Stunden.

Mit einem Gottesdienst wir diesen Tag beschlossen,

beides haben sicher alle sehr genossen!

In der Hafenstadt Constanta ein Stadtrundgang,

so fing der Sonntagmorgen an.

Dann wandten wir uns wieder nach West,

um zu fahren in die Hauptstadt Bukarest.

Unterwegs Zsuzsanna Rumäniens Geschichte präsentierte,

vor allem, was durch und mit Ceaucescu passierte.

Ein dunkles Kapitel für Land und Leute –

die Auswirkungen zu sehen noch heute.

Dann erreichten wir die Stadt

und staunten über den Kabelsalat.

Vieles ist renovierungsbedürftig,

Ceaucescu nahm nur Prachtbauten wichtig.

Sein Präsidentenpalast zeigt sich uns nur

als protzig und gigantomanisch in Reinkultur.

2 km wir und 200 Stufen gehen,

haben aber nur 1/5 gesehen.

Unser Hotel war der krasse Gegensatz:

Es hatte nur für uns den Platz.

Einen Speisesaal hatten sie vergessen,

drum ging’s in ein Restaurant zum Essen.

Das Menü war köstlich, ein jeder fand’s,

und manche vergnügten sich noch beim Tanz.

Die anderen blieben lieber sitzen,

denn bei 35° gab’s heut schon genug zum Schwitzen.

Am Montagmorgen zum Frühstück dann,

stellten wir uns in 2 Gruppen an.

Es gab nur Platz für die Hälfte zum Sitzen –

heut’ brachten WIR die BEDIENUNG zum Schwitzen.

Tassen, Teller und Besteck,

alles war auf einmal weg!

Doch fleißige Hände spülten ab,

sodass es wieder Frisches gab.

Jeder stärkte sich auf seine Weise –

und so gingen wir wieder auf die Reise.

Wir steuerten ein Museumsdorf an,

wo man Häuser aller Regionen sehen kann.

In Sinaia besuchten wir Karl’s Sommerschloss,

bevor jeder seine Nudelsuppe genoss.

Highlight des Tages aber war

die Burg des Grafen Dracula.

Von Raum zu Raum Zsuzsanna uns führte,

treppauf, treppab wir hinterher marschierten.

Vieles wusste sie zu erzählen,

doch stets war das Ende: „Das erklär ich euch später!“

So hörten wir als Fortsetzungsroman

die Geschichte von Königin Maria an.

In Brasov, früher Kronstadt genannt,

machte sie uns mit der Schwarzen Kirche bekannt.

Wir spazierten zum Marktplatz, durch enge Gassen,

bevor wir uns im Hotel einchecken lassen.

In meinem Zimmer hab ich dann ungeniert

mein eigenes Schwimmbad produziert.

Ansonsten genossen wir das 5-Sterne-Haus,

bis wir am nächsten Morgen zogen aus.

Mit einem kleinen Malheur der Dienstag begann,

denn die Parkplatz-Schranke griff unseren Zweck Hans an.

Sie traf ihn am Kopf,

- den armen Tropf –

Doch wie immer nach diversen Pannen

fuhren fröhlich wir von dannen.

Heute lag das Glück der Erden

Nicht auf dem Rücken, sondern bei den Pferden.

Wir durften uns Lipizzaner anschauen,

zuerst deren Männer und dann ihre Frauen.

Die Hengste sicher die Stuten beneiden,

durften die doch grasen auf den Weiden.

Wir aber fuhren zur Station Nr. 2:

nach Kerz zur Zisterzienserabtei.

Von der Kirche ist nur noch ein Teil erhalten,

wo die hiesigen Deutschen ihre Gottesdienste gestalten.

Auch wir lobten Gott, sprachen den „Engel des Herrn“,

denn dies ist bei unseren Reisen der Kern.

Dann wandten wir uns Herrmannstadt zu –

man nennt es heute Sibiu.

2 Stunden schlenderten wir durch die Stadt,

deren Mitte man herrlich restauriert schon hat.

In der evangelischen Kirche hörte man

sich die Führung und das Orgelspiel an.

Schließlich gelangten wir zum Hotel,

wo wir bezogen die Zimmer schnell.

Das Abendessen in einem kleinen Altstadt-Lokal

war einfach, aber schmackhaft allemal.

Der Mittwoch-Vormittag frei sein sollte,

jeder konnte tun und lassen, was er wollte.

Wir trafen uns erst um 14 Uhr,

um zu beginnen die gemeinsame Tagestour.

Eine Kirchenburg zeigte Zsuzsanna uns heute,

in der sich im Mittelalter die Leute,

indem sie alles sehr gut bedacht,

vor Angriffen in Sicherheit gebracht.

Den nächsten Ort erreichten wir schnell,

er heißt auf rumänisch Sibiel.

Der Besuch hier tat sich wirklich lohnen:

zuerst sahen wir eine Sammlung von Glasikonen.

Dann öffnete ein Bauernhof gastlich die Tür

und holte für uns alles herfür,

was Küche und Keller zu bieten hat –

so lange, bis alle waren satt.

Zwei Musiker spielten und sangen dazu,

so stieg die Stimmung bei allen im Nu.

Als Hans schließlich zum Aufbruch mahnte,

ihm ein enttäuschtes „Ooohhh“ entgegen schallte.

Auf der Heimfahrt haben wir gesungen, gelacht –

der Tag hat uns allen Spaß gemacht.

Am Donnerstag führte der Weg uns nach Sebes in die Stadt,

die einen wunderschönen Veit-Stoß-Altar hat.

In der Kirche wir fanden den richtigen Ort

am Fronleichnamstag zu hören Gottes Wort.

Solchermaßen gestärkt ging’s weiter voran,

nach kurzer Zeit kamen in Alba Iulia wir an.

Wo früher die Zitadelle sich hat befunden,

haben wir heute die orthodoxe Kathedrale gefunden,

die katholische Kirche gleich daneben

und den Ort, wo Siebenbürger und Rumänen sich die Hand gegeben.

Wir schritten durch der Zitadelle Tor –

ein Wachposten schaute darunter hervor.

Wegen der Hitze trieb’s uns zurück in den Bus –

im Innern die Kühle – welch ein Genuss!

Alois, der gute Mann,

steuerte einen schattigen Parkplatz an.

Wir vertilgten die Wiener, zum Nachtisch gab’s Eis,

dann machten wir uns weiter auf die Reis’.

In Klausenburg die Stadtrundfahrt

Zsuzsanna am Herzen gelegen hat.

Wir wollten aber nicht steigen aus,

um früher zu kommen in unser gastliches Haus.

Als wir in Oradea waren dann,

kam leider auch die Zeit heran,

um zu sagen: „Auf Wiederseh’n –

die Zeit mit Dir war wunderschön!“

Von Zsuzsanna wir hier Abschied nahmen,

ich glaub’, auch ihr die Tränen kamen.

Ihr Wissen hat uns wirklich verblüfft –

kein Wunder, wenn man jährlich wird geprüft!

Und wenn sie mal wirklich war überfragt,

das Handy mit Internet ihr die Antwort sagt.

Bevor sie sich zum Taxi begeben,

hat sie uns noch mit auf den Weg gegeben:

„Schaut euch noch die Altstadt an!“,

was wir mit Freuden haben getan.

Am Freitag konnten wir länger schlafen,

bevor wir uns zum Frühstück trafen.

Dort der Kampf um die Tassen begann,

bevor wir uns stellten am Kaffee-Tröpfel-Automaten an.

Ein Gewitterschauer uns von der Terrasse vertrieb –

trotz allem unsere Fröhlichkeit blieb.

Wir wendeten uns dem Ungarnland zu,

dessen Grenze wir erreichten im Nu.

Wir nahmen Abschied von unserem Reiseland,

das uns nun ist viel besser bekannt.

Vieles hätten wir so nicht erwartet,

als wir von zu Hause gestartet.

Wir hoffen, dass es weiter aufwärts geht –

Land und Leute wären es wert!

Glücklich wir nach Ungarn kamen,

die Grenzer es nämlich übergenau nahmen!

In Eger machten wir Pause dann

und schafften uns etwas zum Essen an.

Wir rollten schließlich weiter nach Budapest,

um zu logieren im schon bekannten Nest.

Am Samstag werden wir heimwärts fahren.

Seh’n wir uns wieder in den nächsten Jahren?

Wohin dann wohl die Reise geht?

Ein 7 x DANKE hier am Ende steht:

DANKE, für die Planung der schönen Reise,

DANKE, für die tägliche Bordküchen-Speise,

DANKE, wer Kuchen gebacken hat,

DANKE, dem Alois für die sichere Fahrt,

DANKE, für jede helfende Hand,

DANKE, für Gottesdienst und Gebet,

DANKE, für die Gemeinschaft, die wir gelebt.

Für heuer diese Reise mein Highlight war,

Auf Wiederseh’n im nächsten Jahr!

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