Seelsorge Aktuell

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Neues von der Seelsorge Aktuell ...

Reisebericht Fatima

Oct 25 2015

6. - 19. September 2015

 

Der Herbst war heuer uns're Reisezeit.

Am 6. September war es soweit.

Um 4 Uhr früh sollten in Schwandorf wir sein -

trotz Irrwegen hielten die Zeit wir fast ein.

Bayram brachte uns zügig dann

zur Kapelle bei der Autobahn.

Pater Rainer war herbeigeeilt,

im Gottesdienst uns den Segen erteilt.

Leider musste er wieder zurück,

wir fuhren weiter ein gutes Stück.

In Müllheim bei der Bundeswehr

gab's Mittagessen und noch mehr.

Als solchermaßen gestärkt wir waren,

konnten wir nach Frankreich fahren.

Besançon war unser Ziel -

gesehen hab' ich unterwegs nicht viel.

Endlich war die Zitadelle gefunden -

wir bestaunten sie aber nur von unten -

suchten lieber unser Hotel

und bezogen die Zimmer schnell.

Die französische Küche wir konnten genießen

bevor wir zur Nachtruh' uns niederließen.

So verging der 1. Tag:

ein jeder für sich danken mag!

 

Morgens die Sonne vom Himmel lacht,

drum hab'n wir uns auf die Socken gemacht,

um weiter Richtung Süden zu rollen,

weil wir ja nach Portugal wollen.

In Lyon, beim Kaffeestopp

gab's wieder Kuchen - der war Top!

Dann kam der römische Teil unserer Fahrt:

zuerst bestaunten wir den Pont-du-Gard.

Hoch überm Tal war das Wasser geflossen -

wir das Pichelsteiner unten genossen.

Weiter ging's zum Tagesziel -

Nach Nimes war'n 's Kilometer nicht viel.

Das Amphitheater erwartet' uns dort -

wir besuchten diesen antiken Ort,

waren beeindruckt von der Kunst zu bauen -

Was kann in 2000 Jahren man von uns anschauen?

Unser Hotel war das gleiche wie im Letzten Haus,

drum kannten wir uns gleich bestens aus.

Beim Abendessen gab's viel zu lachen:

was Kellner so für Sachen machen.

Als die Bedienung den Hauptgang serviert',

sie Hedwigs Haupt mit Soße dekoriert'.

--> Pilgerreise, Opferreise,

            jeder leidet auf seine Weise.

Die junge Dame mit sehr viel Charme,

nahm Hedwig kurzerhand in den Arm,

hat sie entschuldigend gedrückt,

was den Andi auch entzückt -

wollt' gern sein Haupt begießen lassen -

doch sie ließ nicht mit sich spaßen!

Am Ende Hedwigs Kommentar:

"Ein Glück, dass die Soße erkaltet war!"

So verging der 2. Tag:

ein jeder für sich danken mag!

 

Auch am nächsten Tag die Sonne scheint,

als wir uns wieder im Bus vereint'.

Wir wandten uns dem Westen zu -

die Räder rollten fast ohne Ruh.

Carcassonne ließen rechts wir liegen,

konnten in Toulouse auch nicht abbiegen:

dafür blieb leider keine Zeit,

denn das Tagesziel war weit.

Fahrerwechsel, Mittagessen,

Kaffee, Kuchen, und Toiletten:

dies allein war'n Gründe nur,

den Bus zu bringen aus der Spur.

Wir vertrieben uns die Zeit

mit Werken der Gemütlichkeit:

schauen, schlafen, stricken, lesen,

ratschen, rätseln, einfach dösen.

In Biarritz hielt Bayram am Straßenrand

und wir marschierten an den Strand,

Schuhe aus - durch den Sand flaniert -

das Wasser des Atlantik gespürt.

So gelangten schließlich an

wir in San Sebastian.

Das Hotel war ganz famos,

das Abendessen grandios.

So verging der 3. Tag:

ein jeder für sich danken mag!

 

Nach Südwesten ging's dann weiter,

auch das Wetter stimmt' uns heiter,

querten das Gebirge dann,

sahen Nebel ab und an.

Nach Burgos sollt' die Fahrt heut gehen,

wollten die Kathedrale sehen.

Kurz vor dem Ziel stand Polizei,

ließ einfach niemanden vorbei.

Unser Hans merkt unterdessen:

"Die Fahrräder haben wir vergessen!"

Und so ging es per pedes weiter:

Vuelta-Tag und - Chaos! Leider!

Denn Vuelta, die spanische Radrundfahrt

ging heut' in Burgos an den Start.

Dank unser'm blauen Pilgertuch

wir eilten durch's Getümmel durch.

Wir sind ja zäh und nicht verdrießlich,

fanden die Kathedrale schließlich.

Und diese war so wunderschön,

hat uns entschädigt für die Müh'n.

Der Altäre schiere Pracht

hat zum Staunen uns gebracht.

So traten wir den Rückweg an,

der auf Umwegen gelang.

Am Bus war uns dann allen klar:

Dies ein besond'res Highlight war.

Kurz stoppten wir zum Mittagessen,

dieses darf man nicht vergessen!

Schon nahm der Bus uns wieder mit -

wir rollten weiter nach Valladolid.

Padre Luis erwartet' uns dort,

um uns zu zeigen seinen Ort.

Hier ist man zur Zeit 2 Wochen am Feiern,

weshalb wir zu Fuß in die Innenstadt steuern.

In der Kathedrale stimmten wir dann

zum Festtag ein Marienlob an.

Wir schlenderten weiter durch die Stadt -

mancher schon Probleme hat,

weil heute 12 km zu gehen waren,

so durften zurück mit dem Stadtbus wir fahren.

Wir standen darin dicht an dicht -

umfallen konnte man wirklich nicht.

Im Hotel wurden wir dann überrascht:

wir bekamen Wohnungen für eine Nacht,

zum Abendessen ein Fischgericht -

das war für die meisten ein Gedicht!

So verging der 4. Tag:

ein jeder für sich danken mag!

 

Am Morgen verließen wir Valladolid,

nahmen Padre Luis mit.

Auf dem Weg in Richtung Südwesten

gab er die Geschichte Spaniens zum Besten,

erzählte von seiner Heimatstadt

und was ihn mit Deutschland verbubden hat.

Für Pausen hielten wir nur an,

damit man essen und trinken kann.

Zielstrebig wir fuhren nach Batalha hin,

das Kloster zu sehen, wir hatten im Sinn.

Eine Führung boten sie uns nicht an -

dafür gab's einen deutschen Plan.

Als wir spazierten durch's Gotteshaus,

wir kamen aus dem Staunen nicht heraus:

Die Steinmetzarbeiten so filigran -

dass man so etwas nur machen kann!

Wir haben ein weiteres Highlight geseh'n:

Das Kloster ist wirklich wunderschön!

Dann wandten wir uns Fatima zu,

bezogen unser Hotel im Nu.

Hier durften wir 4 Nächte bleiben -

Nur Bayram mussten sie vertreiben:

er nächtigte in der Nachbarschaft,

kam zu uns, wenn er Hunger hatt'!

Bei Tisch gab's wieder ein Malheur -

ja, Kellner haben's wirklich schwer!

Diesmal landete die Soße

direkt auf Aglaias Hose

Sie wurde aber nicht gedrückt,

sondern mit einer Bürste beglückt.

--> Pilgerreise, Opferreise,

            jeder leidet auf seine Weise.

Das Abendessen hat gemundet,

dann wurde das Heiligtum erkundet.

So verging der 5. Tag:

ein jeder für sich danken mag!

 

Pfarrer Vogelpohl erwartete schon

uns in der Hauptstadt Lissabon.

Dann ging es auf zur Stadtrundfahrt,

weil Lissabon viel zu bieten hat.

Am Turm von Belem hielten wir an,

dann war das Hieronymuskloster dran.

Hier Vasco da Gama, der Seefahrer, ruht;

den manuelinischen Stil wir fanden gut.

Bei der Rundfahrt durch die Stadt

deren Eigenheiten man gesehen hat:

Häuser mit Fliesen, bunt und blau-weiß;

Gehwege, gepflastert mit Mustern schwarz-weiß.

Am Hafen ließen den Bus wir steh'n,

um eine Strecke zu Fuß zu geh'n.

Dabei ist Hedwig zu Boden gegangen,

wurde zum Glück aber aufgefangen.

--> Pilgerreise, Opferreise,

            jeder leidet auf seine Weise.

So ist ihr auch nichts weiter gescheh'n

und wir konnten die Kathedrale seh'n.

Wir sind die Straßen hinaufgeschnauft

zu dem Ort, wo Sankt Antonius getauft.

Wo der Heil'ge erblickt' das Licht der Welt

hat man auch eine Kirch' hingestellt.

Dies alles haben wir geseh'n -

so konnte die Reise weitergeh'n.

Zurück am Bus verabschiedet' sich Rute,

das war die Führerin, eine wirklich gute!

Wir fuhr'n aus Lissabon hinaus,

hatten unser'n Mittagsschmaus.

Auf der Rückfahrt stand Obidoś auf unserem Plan -

die Stadt auf dem Berg wir sahen uns an,

konnten dort eine Stund verbringen,

Traudi und Marlies das Tanzbein schwingen.

Dann ging es zurück in unser Hotel,

wo wir mussten zum Essen schnell.

Dieses haben wir genossen

und fröhlich so den Tag beschlossen.

So verging der 6. Tag:

ein jeder für sich danken mag!

 

Den Samstag wir begannen am Erscheinungsort,

feierten die heilige Messe dort.

Nach dem Frühstück haben wir Zeit gefunden,

um den heiligen Bezirk zu erkunden.

Mittags sind nach Aljustrel wir gefahren,

wo die Hirtenkinder zu Hause waren.

Die Elternhäuser haben wir angestrebt,

um zu sehen, wie sie damals haben gelebt.

Kaum vorstellbar, dass in Häuschen so klein

eine vielköpfige Familie konnte sein.

Und doch war grade dies der Grund dafür,

dass Maria ist erschienen hier.

Wir haben uns dann in 2 Gruppen geteilt -

die eine mit dem Bus ins Hotel enteilt,

die andere ging die Strecke zu Fuß -

man auch Bewegung mal haben muss!

Wir wurden belohnt für diese Mühe,

denn vom Kalvarienberg auf der Höhe

schweifte der Blick weit in die Runde!

Der Fußmarsch dauerte nur eine Stunde,

dann sind beim Hotel wir zurück gewesen

und gingen später zum Abendessen.

Als Pilger sind wir hergekommen,

drum haben wir alle teilgenommen

an Rosenkranz und Prozession -

Hans hatte besorgt die Lichter schon.

So reihten unter tausenden wir uns ein,

um auch im Gefolge Mariens zu sein.

Manch einer hat erst um Mitternacht

sich auf den Weg zum Hotel gemacht.

So verging der 7. Tag:

ein jeder für sich danken mag!

 

Am Sonntag durften wir länger schlafen,

weil erst um 8 wir zum Frühstück uns trafen.

Dann wollten bei der großen Messe wir sein

und zogen geschlossen auf dem Platz dort ein.

Unsere Fahne und auch der Geistlichen zwei

waren beim großen Einzug dabei.

Wir ander'n reihten in der Menge uns ein -

zig-tausend sollen es gewesen sein.

3 Stunden wir uns dort befanden -

schade, dass wir so wenig verstanden.

Ergreifend war vor allem der Schluss,

wo von Maria man sich verabschieden muss.

Zu Mittag wir war'n auf uns selber gestellt,

weil unser Bus-Koch Siesta heut' hält.

Und der Regen diktierte nun,

was man nachmittags konnte tun.

Mancher wollt' einen Vortrag hör'n -

das Gesagte war aber gar nicht so schön.

Wer dabei war, der hat abgewunken,

den Tag beim Essen wieder "schön getrunken".

Zur Lichterprozession wir fanden uns ein -

ein letztes Gebet bei Kerzenschein.

So verging der 8. Tag:

ein jeder für sich danken mag!

 

Am Montag war der Abschied da

von Vogelpohls und Fatima.

Sie flogen in die Heimat zurück -

unser Weg führte nach Madrid.

Weil dieser wieder war sehr weit,

hielt hans CDs für uns bereit.

So konnten wir uns die Zeit vertreiben,

wollten zum Essen nicht stehen bleiben,

um Zeit für die Stadtrundfahrt zu gewinnen -

die konnte aber erst um 5 Uhr beginnen.

Der Königspalast war ganz enorm,

Auch die Kathedrale in Kreuzesform,

die Krypta so monumental,

dass wir fingen zu singen an.

Anschließend kurvten wir durch die Stadt,

erahnten, was Madrid zu bieten hat.

Schade, dass wir hatten so wenig Zeit,

denn das Hotel stand für uns're Ankunft bereit.

Flink wir uns'ren Bus verließen,

um das Essen zu genießen.

Marianne ging schon voe auf's Zimmer -

der Hans kam später nach, wie immer.

"Wo ist der Koffer?" - "Den hast Du!"

Die Lösung fand sich dann im Nu:

Er stand zwar nicht in Fatima,

's war nur kein  Kofferträger da!

Ganz einsam stand er da am Schluss,

drum musst' er wieder in den Bus.

--> Pilgerreise, Opferreise,

            jeder leidet auf seine Weise.

Der Tischwein hat es in sich g'habt -

Marließ sich gründlich daran labt.

Als sie will dann in ihr Zimmer,

öffnet sich die Türe nimmer.

Ach, du Schreck! Was war da los? -

 Probiert's am falschen Zimmer bloß!

--> Pilgerreise, Opferreise,

            jeder leidet auf seine Weise.

's gab aber gar nichts "schön zu trinken",

bevor wir in die Betten sinken.

So verging der 9. Tag:

ein jeder für sich danken mag!

 

Aufregend begann unser Tag Nr. 10,

weil in der Früh schon viel gescheh'n.

Sigi hatte schon Glück in der Nacht,

dass sein "Trampolin" ihn nicht zu Fall gebracht.

--> Pilgerreise, Opferreise,

            jeder leidet auf seine Weise.

Der Reiseleiter nach seiner Mütze schaut:

"Wo hab' ich die nur angebaut?"

Er wird erlöst der arme Tropf:

"Die sitzt doch längst auf deinem Kopf!"

--> Pilgerreise, Opferreise,

            jeder leidet auf seine Weise.

Irene derweil ihre Handtasche sucht -

"Die ist noch beim Frühstück, ei verflucht!"

Also schnell runter und nachgeschaut -

aber die Tasch' war schon abgehaut!

"Verflixt, was soll ich jetzt bloß machen?"

Da fangen die ander'n an zu lachen:

"Deine Tasche sitzt schon im Bus!"

Dafür sie "danke" sagen muss!

--> Pilgerreise, Opferreise,

            jeder leidet auf seine Weise.

Wieder sagten "Adieu" wir,

denn Padre Luis, der blieb hier.

Für uns war die nächste Etappe dran:

Wir steuerten Barcelona an.

Die Fahrt dorthin war allen klar -

wirklich ein Erlebnis war.

Für manchen aus der Gruppe gilt:

"Ich muss ändern mein Spanienbild!"

In Barcelona Anke wartet',

zur Stadtrundfahrt wird nun gestartet.

Sie führt uns hin zum Park Güell,

den besahen wir uns schnell,

denn hätten wir ihn queren wollen,

hätt' Hans kräftig löhnen sollen.

So fuhr'n wir wieder Richtung Tal

hin zu der neuen Kathedral' -

Sagrada Familia wird sie genannt

und ist wahrlich imposant.

Seit hundert Jahr' wird dran gebaut -

wie sie wohl fertig mal ausschaut?

Weil der Tag schon fortgeschritten,

manche auch schon Hunger litten,

wollten wir nun zum Hotel -

das ging aber gar nicht schnell.

Die Straßen wurden immer enger -

Bayram wurde bang und bänger -

manchmal ging's um Millimeter,

im Bus hielt an den Atem jeder.

Schließlich war auch das geschafft

dank Bayram's wahrer Meisterschaft.

Doch es passierte noch viel mehr:

Beim Essen war'n zwei Plätze leer -

Hans und Bayram mussten passen,

mit dem Bus die Straß' verlassen.

In Barca einen Parkplatz finden -

was mussten sich die beiden schinden!

--> Pilgerreise, Opferreise,

            jeder leidet auf seine Weise.

So verging der 10. Tag:

ein jeder für sich danken mag!

 

Als wir aus den Federn krochen,

Hans und Bayram schon malochen,

holen den Bus zum Hotel zurück -

dieses war ein Meisterstück.

Auf der Fahrt nach Avignon

am Mittelmeer war Haltstation.

Neben Kaffee und auch Kuchen

konnten wir den Strand besuchen.

Werner mit der Gattin stand

frohgemut an dessen Rand.

Da kam ' ne Welle, die war lustig -

wäscht ihre Schuhe, war'n sie schmutzig?

--> Pilgerreise, Opferreise,

            jeder leidet auf seine Weise.

Ein Schulbusfahrer hat es schwer,

von überall holt man ihn her.

So braucht' man heut auch den Hans Zweck.

Der sagt nur: "Ich bin mal weg!"

In Avignon ging's in die Stadt,

die Päpste eins beherbergt hat.

Auch kann man auf die Brücke geh'n,

die ist nur noch halb zu seh'n.

Schließlich im Hotel wir landen,

dort auch uns're Zimmer fanden,

obwohl sie waren winzig klein -

"schön trinken" deshalb musst' heut' sein.

Zum Essen war'n wir ausquartiert,

sind tapfer zum Lokal marschiert.

Die Wirtsleut' nahmen uns in Empfang

und bald gab's schon den ersten Gang.

Der Günther hatt' den größten Hunger,

der Portionen 2 verschlang er.

Beim Bummel durch die Innenstadt

er plötzlich dann Probleme hatt':

Zum Glück war'n die Lokale offen,

wo er Klo's hat angetroffen.

--> Pilgerreise, Opferreise,

            jeder leidet auf seine Weise.

So verging der 11. Tag:

ein jeder für sich danken mag!

 

 

Manch einer hatte diese Nacht

nicht ohne Schwierigkeit verbracht.

Maria, die fand ihre Glieder

samt Matratz' am Boden wieder.

--> Pilgerreise, Opferreise,

            jeder leidet auf seine Weise.

Morgens war die Welt verändert,

denn das Wetter hat sich g'ändert.

Beim Frühstück merkten wir dann gleich:

Wir waren jetzt im "Franken-Reich".

Eine Schlange vorm Kaffee -

Wenn's Tasse gäbe - "wär des schee!"

Tassen, Gläser und Besteck -

alles war auf einmal weg!

Jeder sprach ein Dankgebet,

wenn gefüllt war sein Tablett.

So ist's auch dem Bayram 'gangen,

hat zu essen angefangen,

ein Ei erwischt, das macht ihn froh,

er köpft es eilig ...-... es war roh!

--> Pilgerreise, Opferreise,

            jeder leidet auf seine Weise.

Wir verließen möglichst schnell,

dieses "gastliche" Hotel.

Richtung Norden sind gestartet,

wo in Ars ein Pfarrer wartet.

Wollten dann 'mal Kaffee trinken,

doch im Regen wir versinken.

Deshalb die beste Lösung war:

Der Bus wird eine Kaffeebar!

Und das mit allem Drum und Dran:

Hostessen boten Kaffee an,

servierten Kuchen und Gebäck -

so was gibt's nur bei Hans Zweck!

Am Mittag blieb die Küche kalt -

wir machten bei Carrefour 'nen Halt.

Im Dörfchen Ars blieb Zeit genug

zusehen, was sich dort zutrug.

Denn hier hat der heilige Pfarrer gelebt,

der Lehren und Armut hat angestrebt.

Den Besuch, den wir genossen,

mit einer Andacht wir beschlossen.

In Villefranche zur guten Nacht

haben wir Station gemacht.

Traudi liegt im ersten Schlummer,

hat ja - wie es scheint - kein Kummer.

Von lautem Klopfen sie erwacht:

da wird die Handtasch' ihr gebracht.

Die Chefin hatte sie entdeckt,

als sie ihr Lokal noch checkt.

--> Pilgerreise, Opferreise,

            jeder leidet auf seine Weise.

So verging der 12. Tag:

ein jeder für sich danken mag!

 

Tag 13 begann für uns schon bald:

Er war ja erst sechs Stunden alt,

als wir schon beim Frühstück saßen.

Und weiter ging's auf Frankreichs Straßen.

Nach Nordosten ging die Fahrt,

langsam schon die Heimat naht.

Unser Ziel war Müllheim wieder,

da setzten wir doch gern uns nieder

in der Bundeswehrkaserne

und nahmen deren Essen gerne.

Zur Abfahrt war'n wir einbestellt -

wir merkten gleich, dass einer fehlt.

"Wo ist Günther?" fragten wir.

"Er ist immer noch nicht hier:"

Das Rätsel wurde bald geklärt:

war im WC dort eingesperrt.

--> Pilgerreise, Opferreise,

            jeder leidet auf seine Weise.

Nachmittags ging's in die Stadt,

die vielerlei Geschäfte hat.

So manchen Euro ließen wir

in verschied'nen Läden hier.

Hotels in Frankreich war'n so schön,

drum wollten wir heut' noch eins seh'n.

Wir fuhren zurück über den Vater Rhein

wieder ins liebliche Elsass hinein.

Das Hotel war so, wie wir es gedacht,

darüber hat wirklich keiner gelacht.

Wir schleppten unsere Koffer nach oben -

die helfenden Hände kann man nur loben -

bezogen sodann die enge Kajüte,

wir ahnten ja vorher schon, was uns blühte.

"Schön trinken" war wieder angesagt,

komme, was da kommen mag.

Dann saßen wir zu später Stunde

dort beisamm' in froher Runde.

Die Küche hat uns sehr verwöhnt,

vielleicht auch mit dem Haus versöhnt.

Ausklingen ließen wir die Reise,

sangen auch manch frohe Weise.

Konnten nochmals herzlich lachen

und auch uns're Späßchen machen.

So verging der 13. Tag:

ein jeder für sich danken mag!

 

Am Samstag ging es wieder heim.

Wir kehrten noch in Freiburg ein,

konnten durch die Altstadt bummeln,

uns im Markt-Gedränge tummeln,

die "lange Rote" dort probieren

und das Münster auch studieren.

Dann rollten uns're Räder weiter,

die Reise ging zu Ende - leider!

 

An diesem Ende Dank ich sage

vielen Leuten - keine Frage!

 

Hans und Marianne Zweck,

Bayram und dem Sigi Schmitt,

den 3 Priestern unter uns,

jede Menge Kuchenbäcker,

Kofferträger, Suppenschöpfer,

Tische- und auch Bänkerücker,

Aufbauhelfer, Abräumdienst,

Fahnenträger, Sänger, Leser ...

 

so viele Helfer war'n im Bus,

deshalb ich ALLEN danken muss.

 

Nun freuen wir uns auf zu Haus' -

und jetzt ist's mit dem Dichten aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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